SAKRALBAU MÜNCHEN 

NUTZUNG

Bildung + Kultur

ORT

München – Laim

FERTIGSTELLUNG

2013

NUTZFLÄCHE | BRI

638 m² | 8182 m³

Der Neubau für die Neuapostolische Gemeinde Laim-Pasing nimmt Bezug zur Straße und der denkmalgeschützten Wohnanlage, die vom Städtebauer Theodor Fischer geplant wurde.

 

Die Leitidee des Wettbewerbsentwurfs ‘Weg ins Licht‘ wird über die Organisation des Baukörpers, die Lichtöffnungen, ebenso wie über die Helligkeit und Materialität der Oberflächen und der Raumausstattung bis hin zu Orgel und Altar zum Ausdruck gebracht.

 

Das Hauptvolumen des Gebäudes, der Sakralraum, ist als helles monolithisches Volumen mit einem mehrschichtigen Kalkspachtelputz versehen, der diesem über das feine Lichtspiel einen abstrakten und besonderen Charakter verleiht. Der weiße Kirchenkorpus ist gegenüber den flankierenden grau verputzten Nebenbaukörpern so zurückgesetzt, dass ein Vorplatz, als kontemplativer Freiraum und urbanes Scharnier entsteht. Vor der schimmernd-weißen Hülle ist ein helles Kreuz frei im Wasserbecken angeordnet.

 

Der von der Gebäudemitte aus erschlossene Kirchenraum lässt sich linear über verschiebbare Wände bis zum geschützten Garten hin vergrößern, dabei vielfältig verändern und ist so dem modernen Gemeindeleben entsprechend flexibel nutzbar. Das Raumkonzept ermöglicht so ein Miteinander von Orgelspiel, kleinem Gottesdienst, Seelsorge und Schulung, wie auch ein Erweitern des Hauptraums von 250 auf 500 Sitzplätze bei großen Gottesdiensten. Die sorgfältige akustische Abstimmung von Baukörper und Raumausstattung ermöglicht dabei stets die Vereinbarkeit von Orgelspiel, Chor und gesprochenem Wort.

 

Die von einer ‘Lichtwolke’ durchzogene Altarwand ermöglicht, zusammen mit der Belichtung von oben, eine sich im Verlauf des Tages verändernde natürliche Lichtstimmung, die den schlicht gehaltenen Raum dezent belebt. In dem von äußeren Einflüssen geschützten Sakralraum wird so das natürliche Umfeld abstrakt spürbar, bei gleichzeitigem Rückzug und der Möglichkeit zur Besinnung. 

 

Die Kirche ist ein Nullemissionsgebäude und speist Energieüberschüsse ins öffentliche Netz ein. So werden ein respektvoller Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen, der ,Schutz der Schöpfung‘, wie ein auf lange Sicht hin wirtschaftlicher und unaufwendiger Unterhalt in Einklang gebracht. 

 

Ausgewählt für die Architektouren der Bayerischen Architektenkammer 2014.

HHA

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